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Website oder Landingpage: Was ist der Unterschied und was brauche ich wirklich?

Website oder Landingpage – was brauchst du wirklich für deine Kundengewinnung? Wir erklären den Unterschied, wann eine Landingpage sinnvoll ist und warum du in vielen Fällen sogar beides brauchst.

Andre Buchwardt

Website oder Landingpage: Was ist der Unterschied und was brauche ich wirklich?

Du hast bereits eine Website und möchtest neue Kunden gewinnen. Jetzt hörst du immer wieder, dass du zusätzlich eine Landingpage brauchst. Aber warum eigentlich? Ist eine Landingpage nicht einfach nur eine weitere Website?

Nein. Website und Landingpage erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Website stellt dein Unternehmen umfassend vor. Eine Landingpage konzentriert sich dagegen in der Regel auf eine bestimmte Zielgruppe, ein konkretes Angebot und eine gewünschte Handlung.

Das bedeutet aber nicht, dass du dich zwischen Website und Landingpage entscheiden musst. Gerade für die Kundengewinnung ist häufig die Kombination aus beiden sinnvoll.

Was ist eine Website?

Deine Website ist die zentrale digitale Präsenz deines Unternehmens. Sie soll Besuchern einen Überblick darüber geben, wer du bist, was dein Unternehmen macht und welche Leistungen du anbietest.

Typische Bereiche einer Website sind:

  • Startseite
  • Leistungen oder Produkte
  • Über uns
  • Referenzen
  • Blog
  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz

Eine Website kann außerdem für deine Sichtbarkeit bei Google wichtig sein. Über verschiedene Unterseiten und Blogartikel kannst du unterschiedliche Themen und Suchanfragen abdecken.

Ein Besucher darf sich auf einer Website also durchaus umsehen und verschiedene Wege einschlagen. Vielleicht interessiert er sich zunächst für deine Leistungen, liest anschließend etwas über dich und schaut sich danach einige Referenzen an.

Eine gute Website schafft Orientierung, Vertrauen und Sichtbarkeit. Sie kann selbstverständlich auch Kunden gewinnen – verfolgt aber häufig mehrere Ziele gleichzeitig.

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist wesentlich fokussierter. Sie wird meistens für eine bestimmte Zielgruppe, Kampagne oder ein konkretes Angebot erstellt.

Stell dir beispielsweise vor, du bist Unternehmensberater und bietest Strategieberatung, Workshops, Führungskräfteentwicklung und Interim Management an.

Auf deiner Website möchtest du all diese Leistungen präsentieren.

Jetzt entwickelst du ein neues Führungskräfteprogramm und möchtest dieses gezielt über LinkedIn bewerben. Dann könntest du Interessenten direkt auf eine Landingpage führen, die ausschließlich dieses Programm behandelt.

Dort geht es dann um:

  • das konkrete Problem der Zielgruppe
  • dein Führungskräfteprogramm als Lösung
  • den Nutzen für den Interessenten
  • deine Erfahrung und Vertrauenselemente
  • häufige Fragen
  • eine klare Handlung, beispielsweise einen Beratungstermin zu vereinbaren

Der Besucher muss nicht erst herausfinden, welche deiner Leistungen für ihn relevant ist.

Er kommt mit einem bestimmten Interesse auf die Seite und bekommt genau dazu die passenden Informationen.

Website vs. Landingpage: die wichtigsten Unterschiede

WebsiteLandingpage
Stellt das Unternehmen umfassend darKonzentriert sich auf ein konkretes Thema
Häufig mehrere ZielgruppenMeist eine definierte Zielgruppe
Mehrere Leistungen oder ProdukteEin bestimmtes Angebot
Umfangreiche NavigationMöglichst wenig Ablenkung
Verschiedene mögliche nächste SchritteEin klarer Haupt-CTA
Wichtig für Marke, Information und SEOBesonders geeignet für Kampagnen und Conversion
Langfristige UnternehmenspräsenzKann gezielt für einzelne Aktionen erstellt werden

Der entscheidende Unterschied ist also nicht einfach „viele Seiten gegen eine Seite“.

Der eigentliche Unterschied liegt im Ziel.

Eine Landingpage soll den Besucher möglichst geradlinig zu einer bestimmten Entscheidung führen.

Brauche ich eine Landingpage, wenn ich schon eine Website habe?

Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage.

In vielen Fällen ja – aber nicht als Ersatz für deine Website, sondern als Ergänzung.

Deine Website kann weiterhin deine zentrale Unternehmenspräsenz bleiben. Für einzelne Angebote oder Kampagnen kannst du zusätzlich spezielle Landingpages erstellen.

Ein einfaches Beispiel:

LinkedIn-Beitrag → Landingpage zum Angebot → Vertrauen aufbauen → Beratungstermin

Oder:

Meta-Anzeige → Webinar-Landingpage → Anmeldung

Oder:

Google-Anzeige → Landingpage für eine konkrete Dienstleistung → Anfrage

Der Vorteil: Die Botschaft vor dem Klick und die Botschaft nach dem Klick passen zusammen.

Ein typischer Fehler: Werbung direkt auf die Startseite schicken

Angenommen, du investierst Geld in eine Werbeanzeige für ein konkretes Führungskräfteprogramm.

Die Anzeige spricht ein bestimmtes Problem an und verspricht eine konkrete Lösung. Der Interessent fühlt sich angesprochen und klickt.

Dann landet er auf deiner allgemeinen Startseite:

Willkommen bei Müller Consulting.

Strategieberatung | Workshops | Coaching | Interim Management | Über uns | News | Kontakt

Jetzt muss der Besucher selbst herausfinden, wo das Führungskräfteprogramm geblieben ist, wegen dem er eigentlich geklickt hat.

Jeder zusätzliche Schritt erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass er abspringt.

Genau deshalb ist nicht automatisch die Werbeanzeige schuld, wenn eine Kampagne keine Anfragen produziert. Häufig liegt der Bruch erst später im Prozess.

Das ist auch einer der Gründe, warum einzelne Marketingmaßnahmen trotz viel Aufwand nicht funktionieren. Mehr dazu findest du in unserem Artikel „Warum funktioniert mein Marketing nicht? 7 typische Gründe – und was du dagegen tun kannst.“

Wann reicht eine normale Website aus?

Nicht jedes Unternehmen braucht für jede Leistung sofort eine eigene Landingpage.

Wenn du beispielsweise nur wenige klar verständliche Leistungen anbietest, keine gezielten Kampagnen schaltest und deine Website hauptsächlich der Information, Sichtbarkeit und Kontaktaufnahme dient, kann eine gut strukturierte Website vollkommen ausreichen.

Auch eine Website kann sehr verkaufsorientiert aufgebaut sein.

Es wäre deshalb falsch zu behaupten:

Website = digitale Visitenkarte und Landingpage = Verkauf.

Eine sehr gute Website kann ebenfalls Kunden gewinnen. Die Landingpage hat lediglich den Vorteil, dass sie sich wesentlich stärker auf einen bestimmten Anwendungsfall konzentrieren lässt.

Wann ist eine Landingpage besonders sinnvoll?

Landingpages werden interessant, sobald du etwas gezielt vermarkten möchtest.

Zum Beispiel für:

  • ein bestimmtes Beratungsangebot
  • eine neue Dienstleistung
  • ein Webinar
  • eine Veranstaltung
  • einen Leadmagneten oder ein kostenloses PDF
  • eine Google- oder Meta-Kampagne
  • eine LinkedIn-Kampagne
  • eine Terminbuchung
  • Recruiting
  • ein neues Produkt
  • den Test einer neuen Geschäftsidee

Gerade beim Test eines neuen Angebots ist eine Landingpage interessant. Du musst nicht deine gesamte Website umbauen, sondern kannst eine eigene Seite erstellen und beobachten, wie deine Zielgruppe darauf reagiert.

Brauche ich für jedes Angebot eine eigene Landingpage?

Auch hier lautet die Antwort: nicht zwangsläufig.

Wenn deine Angebote sehr ähnlich sind und sich an dieselbe Zielgruppe richten, kann eine gemeinsame Seite sinnvoll sein.

Je unterschiedlicher allerdings Zielgruppe, Problem und Angebot sind, desto sinnvoller wird eine eigene Landingpage.

Ein Beispiel:

Ein Berater bietet einerseits Führungskräfte-Coaching und andererseits Unterstützung bei Unternehmensnachfolgen an.

Beide Leistungen einfach auf derselben Landingpage zu verkaufen, dürfte schwierig werden. Die Zielgruppen beschäftigen unterschiedliche Probleme, haben unterschiedliche Fragen und benötigen unterschiedliche Argumente.

In diesem Fall wären zwei spezialisierte Landingpages wahrscheinlich sinnvoller.

Was gehört auf eine gute Landingpage?

Es gibt nicht die eine perfekte Struktur für jede Landingpage. Trotzdem haben gute Seiten häufig einige gemeinsame Bestandteile.

1. Eine klare Botschaft

Der Besucher sollte möglichst schnell verstehen:

Bin ich hier richtig und worum geht es?

2. Ein relevantes Problem

Zeige, dass du die Situation deiner Zielgruppe verstehst. Dabei geht es nicht darum, künstlich Angst zu erzeugen, sondern das tatsächliche Problem klar zu benennen.

3. Eine verständliche Lösung

Was bietest du an und wie hilft dein Angebot dabei, das Problem zu lösen?

4. Der konkrete Nutzen

Menschen kaufen nicht einfach „sechs Beratungsstunden“.

Sie kaufen das Ergebnis, das sie sich davon versprechen.

5. Vertrauen

Je nach Angebot können dabei helfen:

  • Kundenstimmen
  • Referenzen
  • Fallbeispiele
  • Erfahrungen
  • Zertifikate
  • Zahlen
  • bekannte Kunden oder Partner

6. Ein klarer Call-to-Action

Was soll der Besucher jetzt tun?

Termin buchen? Anfrage stellen? Webinar reservieren? Dokument herunterladen?

Dieser nächste Schritt sollte eindeutig sein.

7. Antworten auf offene Fragen

Gerade vor einer Kaufentscheidung entstehen Zweifel und Fragen.

Was kostet es? Wie läuft die Zusammenarbeit ab? Wie viel Zeit muss ich investieren? Für wen eignet sich das Angebot? Was passiert nach der Anfrage?

Eine gute Landingpage beantwortet möglichst viele dieser Fragen, bevor sie zum Hindernis werden.

Eine Landingpage allein gewinnt noch keine Kunden

Das ist ein Punkt, der mir besonders wichtig ist.

Auch die schönste Landingpage ist kein Selbstläufer. Wenn niemand die Seite besucht, kann sie keine Anfragen erzeugen. Wenn das Angebot nicht relevant ist, wird auch ein perfektes Design das Problem nicht lösen. Und wenn Interessenten anschließend nicht vernünftig weiterbearbeitet werden, gehen möglicherweise trotzdem Kunden verloren.

Eine Landingpage ist deshalb ein Baustein eines Kundengewinnungssystems – nicht das gesamte System.

Idealerweise greifen die einzelnen Schritte ineinander:

Zielgruppe → Positionierung → Angebot → Aufmerksamkeit → Landingpage → Vertrauen → Follow-up → Abschluss

Dann bekommt die Landingpage eine klare Aufgabe innerhalb des gesamten Prozesses.

Kann ich eine Landingpage mit KI erstellen?

KI kann heute bei vielen Schritten der Landingpage-Erstellung unterstützen: bei der Analyse der Zielgruppe, der Struktur der Seite, Überschriften, Texten, FAQs oder verschiedenen Formulierungen.

Das Problem entsteht, wenn die KI dein Unternehmen nicht kennt.

Ein allgemeiner Prompt wie „Erstelle mir eine Landingpage für Unternehmensberatung“ kann zwar einen professionell klingenden Text erzeugen. Ob dieser Text deine Zielgruppe, deine Positionierung und dein tatsächliches Angebot trifft, ist eine andere Frage.

Die Qualität einer KI-generierten Landingpage hängt deshalb stark davon ab, welche Informationen und Zusammenhänge der KI zur Verfügung stehen.

Warum Landingpages ein Bestandteil von ANNA sind

Genau deshalb betrachten wir Landingpages bei ANNA nicht als isoliertes Werkzeug.

Bevor eine Seite entsteht, können bereits Informationen über deine Zielgruppe, Positionierung und dein Angebot vorhanden sein. Auf dieser Grundlage kann ANNA dich anschließend beim Aufbau der Landingpage unterstützen.

Die Idee dahinter ist einfach:

Nicht erst eine Landingpage bauen und danach überlegen, wem wir sie eigentlich zeigen wollen.

Sondern andersherum:

Zielgruppe verstehen → Angebot entwickeln → Landingpage erstellen → Besucher gewinnen → Interessenten weiterbearbeiten.

So wird aus einer einzelnen Seite ein Bestandteil deiner Kundengewinnung.

Du möchtest sehen, wie ANNA dich dabei unterstützt? → ANNA kennenlernen

Häufig gestellte Fragen zu Website und Landingpage

Was ist der Unterschied zwischen einer Website und einer Landingpage?

Eine Website stellt meistens ein Unternehmen mit verschiedenen Informationen, Leistungen und Navigationsmöglichkeiten umfassend dar. Eine Landingpage konzentriert sich dagegen auf ein bestimmtes Angebot, eine Zielgruppe oder Kampagne und verfolgt meist eine konkrete gewünschte Handlung.

Brauche ich eine Landingpage, wenn ich bereits eine Website habe?

Nicht zwingend. Wenn du jedoch einzelne Angebote gezielt über Werbung, Social Media oder andere Kampagnen vermarktest, kann eine zusätzliche Landingpage sinnvoll sein.

Kann eine Landingpage Teil meiner Website sein?

Ja. Eine Landingpage muss keine technisch komplett unabhängige Website sein. Sie kann unter deiner bestehenden Domain veröffentlicht werden und trotzdem eine eigene fokussierte Struktur besitzen.

Was gehört auf eine gute Landingpage?

Typische Bestandteile sind eine klare Überschrift, Problem und Nutzen, die angebotene Lösung, Vertrauenselemente, ein eindeutiger Call-to-Action und Antworten auf häufige Fragen.

Ist eine Landingpage für Google Ads sinnvoll?

Häufig ja. Wenn Anzeige, Suchintention und Inhalt der Zielseite gut zusammenpassen, findet der Besucher nach dem Klick genau die Informationen, die er erwartet.

Kann ich mehrere Landingpages haben?

Ja. Unterschiedliche Landingpages für verschiedene Zielgruppen, Angebote oder Kampagnen können sogar sinnvoller sein als eine einzige Seite, die alles gleichzeitig erklären soll.

Brauche ich für jedes Angebot eine eigene Landingpage?

Nein. Je stärker sich Zielgruppen, Probleme und Angebote voneinander unterscheiden, desto sinnvoller kann allerdings eine separate Landingpage werden.

Kann ich eine Landingpage ohne Programmierkenntnisse erstellen?

Ja. Moderne Landingpage-Builder und KI-Systeme ermöglichen die Erstellung mittlerweile auch ohne Programmierkenntnisse. Entscheidend bleibt allerdings, dass Struktur, Botschaft und Angebot zur jeweiligen Zielgruppe passen.

Unternehmerin am Schreibtisch vergleicht eine komplexe Website-Struktur mit einer fokussierten Landingpage. Website oder Landingpage: So finden Sie das richtige Format für Ihre Marketing-Ziele.

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