Reicht ChatGPT für mein Marketing? Was ANNA anders macht
ChatGPT kann heute erstaunlich viele Marketingaufgaben übernehmen. Aber reicht das für eine kontinuierliche Kundengewinnung? Erfahre, wo der Unterschied zwischen einem KI-Tool und einem geführten Marketing-System liegt.
Andre Buchwardt
Reicht ChatGPT für mein Marketing? Was ANNA anders macht
„Warum brauche ich ANNA, wenn ich doch schon ChatGPT nutze?“ Diese Frage finde ich vollkommen berechtigt. Denn wenn du ChatGPT, Claude oder andere KI-Tools bereits intensiv nutzt, kannst du damit heute unglaublich viel machen: Zielgruppen analysieren, Positionierungen diskutieren, LinkedIn-Beiträge schreiben, E-Mails formulieren, Blogartikel vorbereiten, Angebote strukturieren oder Texte für eine Landingpage entwickeln.
Und wenn du dich etwas intensiver damit beschäftigst, kannst du dir sogar eigene Assistenten, Projekte und Automatisierungen aufbauen. Die Frage ist deshalb nicht: Kann ChatGPT Marketing? Natürlich kann es bei sehr vielen Marketingaufgaben helfen.
Die spannendere Frage lautet: Möchtest du dein Marketing jedes Mal selbst mit KI zusammensetzen – oder möchtest du durch einen bereits strukturierten Prozess geführt werden? Genau dort liegt für mich der eigentliche Unterschied.
Was kann ChatGPT im Marketing sehr gut?
Fangen wir mit etwas Wichtigem an: ChatGPT ist kein schlechtes Marketingwerkzeug. Ganz im Gegenteil. Ich nutze KI selbst täglich und halte sie für eine enorme Unterstützung bei vielen Aufgaben.
Für Marketing kannst du sie beispielsweise einsetzen für:
- Ideen und Brainstorming
- Zielgruppenanalysen und Recherche
- LinkedIn-Beiträge und Blogartikel
- Newsletter und E-Mails
- Landingpage-Texte
- Angebotsformulierungen
- Fragen für Kundengespräche
- strategisches Sparring
Mit guten Informationen und einem vernünftigen Kontext können dabei sehr gute Ergebnisse entstehen. Deshalb wäre unsere Positionierung ziemlich unglaubwürdig, wenn wir behaupten würden: „ANNA schreibt einfach bessere Texte als ChatGPT.“ Darum geht es überhaupt nicht.
Das Problem beginnt häufig nach der Antwort von ChatGPT
Nehmen wir ein einfaches Beispiel. Du möchtest neue Kunden über LinkedIn gewinnen und sagst zu ChatGPT: „Erstelle mir zehn LinkedIn-Beiträge.“ Vielleicht bekommst du sogar zehn richtig gute Beiträge.
Und jetzt? Welche davon veröffentlichst du zuerst? Welche passen zu deiner aktuellen Positionierung? Welcher Beitrag gehört zu welchem Angebot? Soll der Leser danach auf deine Website, einen Blogartikel oder eine Landingpage? Soll er einen Termin vereinbaren?
Und was passiert, wenn jemand Interesse zeigt? Kommt der Kontakt in dein CRM? Gibt es ein Follow-up? Welche Inhalte solltest du nächste Woche veröffentlichen?
Die Erstellung des Contents war vielleicht automatisiert. Der gesamte Prozess dahinter noch lange nicht.
Die KI arbeitet – aber du bleibst der Projektmanager
Genau das beobachten wir mittlerweile häufig. Menschen nutzen ChatGPT, zusätzlich Claude, vielleicht Canva, ein Planungstool für Social Media, ein Newsletter-System, ein CRM, WordPress, einen Landingpage-Builder und verschiedene Automatisierungen.
Irgendwann hat man eine beeindruckende Sammlung leistungsfähiger Werkzeuge. Nur muss jemand diese Werkzeuge miteinander koordinieren.
Du musst weiterhin entscheiden:
- Was ist als Nächstes zu tun?
- Welche Informationen benötigt welches Tool?
- Welche Positionierung und welches Angebot sind aktuell?
- Passt der neue Content zur Strategie?
- Was passiert mit einem Interessenten?
- Welche Aufgabe wurde bereits erledigt?
- Was fehlt noch?
Die KI produziert. Aber du orchestrierst weiterhin das gesamte Marketing. Und genau hier wird aus einem Toolproblem irgendwann ein Systemproblem.
Aber ChatGPT kann sich doch mein Unternehmen merken?
Ja – und das ist ein wichtiger Punkt. Moderne KI-Systeme können inzwischen deutlich mehr Kontext verwenden als noch vor einigen Jahren. Du kannst Informationen hinterlegen, Projekte verwenden, Dokumente bereitstellen und dir sehr individuelle Arbeitsumgebungen aufbauen.
Das verbessert die Ergebnisse erheblich. Aber auch dann bleibt die entscheidende Frage: Wer baut und pflegt das System darum herum?
Du musst festlegen, welche Informationen relevant sind, Prozesse definieren, entscheiden, was nach einem Ergebnis passieren soll, und externe Werkzeuge verbinden, wenn daraus tatsächlich eine Handlung entstehen soll. Für jemanden, der sich gerne intensiv mit KI, Automatisierungen und verschiedenen Tools beschäftigt, kann das hervorragend funktionieren.
Aber nicht jeder Selbstständige möchte sein eigenes KI-Marketing-System bauen.
Genau hier unterscheiden sich Werkzeug und System
Ein Werkzeug beantwortet eine Aufgabe. Ein System berücksichtigt, was davor und danach passiert.
Das lässt sich gut an einer Landingpage erklären. Du kannst ChatGPT sagen: „Schreibe mir eine Landingpage für meine Unternehmensberatung.“ Und du bekommst einen Text.
Ein Marketing-System müsste vorher aber eigentlich wissen:
- Welche Zielgruppe soll angesprochen werden?
- Welches konkrete Problem hat sie?
- Wie ist dein Unternehmen positioniert?
- Welches Angebot möchtest du verkaufen?
- Welche Einwände gibt es?
- Woher kommen die Besucher?
- Welche Handlung sollen sie anschließend ausführen?
Und danach stellt sich die nächste Frage: Wo wird die Landingpage erstellt? Welche E-Mail folgt auf eine Anfrage? Wo wird der Kontakt gespeichert? Was passiert, wenn jemand keinen Termin bucht? Wie wird später nachgefasst?
Die Landingpage ist nicht das System. Sie ist ein Baustein darin.
Was macht ANNA deshalb anders?
Bei ANNA versuchen wir genau diese einzelnen Schritte miteinander zu verbinden. Nicht: „Hier ist ein weiteres Chatfenster. Überlege dir, was du fragen möchtest.“ Sondern zunächst: Wo steht dein Unternehmen gerade und was ist der nächste sinnvolle Schritt?
Dafür werden Informationen über dein Unternehmen, deine Zielgruppe, deine Positionierung und deine Angebote innerhalb des Systems genutzt. Darauf können anschließend weitere Bereiche aufbauen:
Zielgruppe → Positionierung → Angebot → Content → Landingpage → E-Mail → Kontakte → Follow-up
Wenn du eine Landingpage erstellst, sollte das System nicht wieder bei null anfangen. Wenn du anschließend Content erstellst, sollte die Zielgruppe nicht erneut erklärt werden müssen. Und wenn ein Interessent entsteht, sollte daraus nicht plötzlich wieder ein komplett manueller Prozess werden.
Das ist zumindest unser Anspruch.
ANNA ist deshalb nicht „gegen ChatGPT“
Diesen Punkt finde ich besonders wichtig. Ich sehe ChatGPT, Claude oder Gemini nicht als Gegner von ANNA. Warum sollten wir? Diese Modelle sind unglaublich leistungsfähig.
Die interessantere Frage ist: Wie können wir ihre Fähigkeiten innerhalb eines klaren Prozesses einsetzen?
Für bestimmte Aufgaben kann das eine Modell sinnvoll sein, für andere ein anderes. Für den Nutzer sollte aber nicht jedes Mal die Frage im Vordergrund stehen: „Welches Modell öffne ich jetzt und welchen Prompt brauche ich?“
Sondern: „Was möchte ich erreichen?“
Das System sollte anschließend dabei helfen, daraus die passenden Schritte abzuleiten.
Wer ChatGPT gut beherrscht, braucht vielleicht gar kein ANNA
Auch das gehört für mich zu einer ehrlichen Antwort. Wenn du gerne mit KI arbeitest, deine eigenen Prozesse baust und verschiedene Systeme miteinander verbindest, kannst du dir heute ein sehr leistungsfähiges Marketing-Setup selbst erstellen.
Vielleicht hast du bereits eigene KI-Assistenten, strukturierte Prompts, Automatisierungen, ein CRM, einen Contentprozess, Landingpage-Vorlagen, E-Mail-Automationen und definierte Follow-ups.
Dann brauchst du möglicherweise gar kein weiteres System.
Die Möglichkeiten sind vorhanden. Die entscheidende Frage ist eher: Möchtest du dieses System selbst bauen, pflegen und weiterentwickeln?
Denn auch das kostet Zeit.
Für wen könnte ein geführtes System sinnvoll sein?
Interessant wird ein System wie ANNA eher für Menschen, die sagen: „Ich weiß grundsätzlich, was Marketing ist. Aber ich möchte nicht jedes Detail selbst koordinieren.“
Oder: „Ich nutze bereits KI, aber mein Marketing besteht trotzdem aus zehn verschiedenen Baustellen.“
Oder: „Ich möchte selbst entscheiden, aber nicht jede operative Aufgabe selbst erledigen.“
Genau darin sehen wir momentan eine besonders interessante Zielgruppe. Nicht Menschen, die gar nichts über Marketing wissen. Und auch nicht unbedingt Menschen, die noch nie KI benutzt haben.
Sondern häufig erfahrene Selbstständige und Experten, die bereits sehr viel können. Ihr Problem ist nicht fehlendes Wissen. Ihr Problem ist, dass sie selbst der Knotenpunkt für alles bleiben.
Kontrolle abgeben? Genau das soll nicht passieren
Automatisierung klingt manchmal nach: „Die KI macht jetzt einfach alles.“ Davon halte ich wenig.
Gerade bei Positionierung, Angeboten und Kommunikation solltest du als Unternehmer weiterhin entscheiden: Welche Kunden möchtest du? Welche Leistungen möchtest du anbieten? Wofür möchtest du stehen? Welche Aussagen passen zu dir? Welche Inhalte möchtest du veröffentlichen?
Das sind keine Entscheidungen, die ein System einfach blind übernehmen sollte.
Deshalb gefällt mir eine andere Beschreibung wesentlich besser:
Du gibst die Richtung vor. Das System unterstützt bei der Umsetzung.
Oder noch einfacher:
ANNA erledigt Arbeit. Du behältst die Entscheidung.
Ein konkretes Beispiel
Angenommen, du möchtest eine neue Beratungsleistung verkaufen. Mit einzelnen KI-Tools könnte dein Ablauf ungefähr so aussehen:
- Zielgruppe mit ChatGPT analysieren.
- Ergebnis in einem Dokument speichern.
- Angebot mit Claude diskutieren.
- Texte mit KI erstellen.
- Landingpage in einem anderen Tool bauen.
- Bilder erstellen.
- LinkedIn-Content vorbereiten.
- Beiträge veröffentlichen.
- Kontakte im CRM anlegen.
- E-Mails im Newsletter-System erstellen.
- Follow-ups organisieren.
- Ergebnisse auswerten.
Jeder einzelne Schritt kann hervorragend funktionieren. Aber du organisierst den Prozess.
Der Ansatz eines verbundenen Systems lautet dagegen: Die Informationen aus Schritt 1 sollen auch für Schritt 3, 4, 5, 7 und 10 zur Verfügung stehen. Und der Nutzer soll möglichst nicht jedes Mal von vorne beginnen.
Genau darin liegt für mich der spannendste Unterschied.
Reicht ChatGPT für mein Marketing?
Ja – wenn du bereit bist, den Prozess darum selbst aufzubauen.
ChatGPT kann dich bei unglaublich vielen Marketingaufgaben unterstützen. Du kannst damit sogar einen erheblichen Teil deines Marketings selbst organisieren.
Aber die KI entscheidet nicht automatisch, welche Maßnahme für dein Unternehmen gerade Priorität hat, wie sämtliche Bestandteile deines Marketingprozesses zusammenspielen und wie deine individuellen Systeme miteinander verbunden werden sollen.
Diesen organisatorischen Teil musst du entweder selbst übernehmen, mit eigenen Automatisierungen lösen oder ein dafür aufgebautes System einsetzen.
Die Frage lautet deshalb nicht: ChatGPT oder ANNA?
Sondern eher:
Möchtest du deine Marketing-KI selbst orchestrieren – oder möchtest du durch einen vorbereiteten Prozess geführt werden?
Fazit: Nicht noch mehr KI – sondern weniger Koordination
KI hat die Erstellung von Marketing enorm vereinfacht. Was früher Stunden dauerte, kann heute teilweise innerhalb weniger Minuten vorbereitet werden.
Dadurch entsteht allerdings ein neues Problem: Wir können immer mehr produzieren. Aber irgendjemand muss entscheiden, was sinnvoll ist, wie alles zusammengehört und was anschließend passiert.
Genau deshalb glaube ich, dass die nächste Entwicklung nicht nur aus immer leistungsfähigeren KI-Modellen bestehen wird. Sondern aus Systemen, die diese Modelle sinnvoll in echte Arbeitsprozesse integrieren.
Nicht noch eine KI, die du zusätzlich bedienen musst. Sondern weniger Arbeit damit, die ganzen Möglichkeiten überhaupt zu koordinieren.
Häufig gestellte Fragen zu ChatGPT und ANNA
Kann ich mein komplettes Marketing mit ChatGPT machen?
ChatGPT kann bei sehr vielen einzelnen Marketingaufgaben unterstützen. Für ein komplettes System musst du jedoch zusätzlich Prozesse, Daten, Veröffentlichungen, CRM, Landingpages, E-Mail und Follow-ups organisieren oder entsprechende Integrationen aufbauen.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und ANNA?
ChatGPT ist eine allgemeine KI-Plattform für sehr unterschiedliche Aufgaben. ANNA ist auf Marketing und Kundengewinnung ausgerichtet und soll Unternehmensinformationen und einzelne Arbeitsschritte innerhalb eines geführten Prozesses miteinander verbinden.
Schreibt ANNA bessere Texte als ChatGPT?
Das ist nicht der zentrale Anspruch. Die Qualität eines Textes hängt unter anderem von Modell, Kontext, Informationen und Aufgabe ab. Der Unterschied liegt vor allem darin, dass der Text nicht isoliert entstehen soll, sondern auf Zielgruppe, Positionierung und Angebot aufbaut und anschließend Teil eines weiteren Marketingprozesses sein kann.
Brauche ich ANNA, wenn ich ChatGPT sehr gut beherrsche?
Nicht unbedingt. Wenn du gerne eigene Prozesse, Prompts, Assistenten, Automatisierungen und Integrationen aufbaust, kannst du dir ein leistungsfähiges System selbst zusammenstellen. ANNA richtet sich eher an Nutzer, die diese Orchestrierung nicht vollständig selbst übernehmen möchten.
Kann ANNA ChatGPT ersetzen?
Das ist nicht das Ziel. Allgemeine KI-Modelle sind leistungsfähige Werkzeuge. ANNA soll diese Möglichkeiten innerhalb eines auf Kundengewinnung ausgerichteten Systems nutzbar machen.
Kann KI mein Marketing komplett automatisch übernehmen?
Teile des Marketings können automatisiert oder stark unterstützt werden. Strategische Entscheidungen, persönliche Kommunikation, Positionierung und die Bewertung wichtiger Ergebnisse sollten aber weiterhin beim Menschen bleiben.